Yaroslava Kozina

Yaroslava Kozina sang zuletzt in der Premiere von Luisa Miller in Aachen und die Presse schrieb: "Sie wertet die Herzogin Federica von Ostheim durch enorme Bühnenpräsenz auf und begeistert mit voluminösem Mezzo. Da hätte man sich gewünscht, dass Verdi mehr als nur ein Duett und ein Quartett für diese Figur komponiert hätte."

Die Mezzosopranistin Yaroslava Kozina wurde im weißrussischen Minsk geboren. Auf Anraten von Galina Vishnevskaya entschied Sie sich schon früh für eine Gesangsausbildung und ging dazu im Alter von sechzehn Jahren nach Frankreich. Dort studierte sie am “Conservatoire National Supérieur de Musique“ in Lyon, schloss ihre Ausbildung mit Diplom ab und perfektionierte ihr Können anschließend im Opernstudio "Jeunes Voix du Rhin" in Straßburg.Beim internationalen Gesangswettbewerb „Hans Gabor Belvedere 2001“ in Wien erhielt sie den „Sonderpreis der Theaterdirektoren". Von der Zeitschrift „Opernwelt“ wurde sie fünf Jahre später für den Preis der „Nachwuchskünstlerin des Jahres“ nominiert. Im Jahre 2008 erhielt sie ein Stipendium der „Bayreuther Festspiele" für junge Wagner-Sänger.

Yaroslava Kozina machte ihre ersten Schritte auf der Bühne an der „Opéra National“ in Straßburg, bevor sie von 2004 bis 2008 im Ensemble des Opernhauses Bremen engagiert war. Im Anschluss gastierte sie an vielen renommierten Theatern in ganz Europa, darunter in Bordeaux, Bilbao, Lille, Madrid, Nizza und Lüttich, sowie in Aachen, Berlin, Essen, Freiburg, Frankfurt, Wiesbaden. Hier zeigte sie viele große Rollen ihres Fachs, wie Bizet´s „Carmen“, Massenet´s „Dulcinea“ (Don Quijote) und „Charlotte“ (Werther) sowie Saint-Saens´ „Dalila“ (Samson und Dalila). Sie sang Verdi´s „Maddalena“ (Rigoletto), „Ulrica“ (Un Ballo in Maschera) und „Fenena“ (Nabucco), Puccini´s „La Zia Principessa“ (Suor Angelica) und „Zita“ (Gianni Schichi). Außerdem interpretierte sie Britten´s „Hippolyta“ (A Midsummer Night´s Dream), Tschaikowski´s „Paulina“ (Pique Dame), Strawinski´s „Iocaste“ (Ödipus Rex) und auch Borodin´s „Kontschakowna“ (Fürst Igor) sowie Wagner´s Brangäne (Tristan und Isolde).

Auch im Konzertwesen verfügt sie über ein breites Repertoire und stand mit Verdi´s „Messa da Requiem“ ebenso auf dem Podium, wie etwa mit Rossini´s „Petite Messe Solennelle“ oder Dvorak´s „Stabat Mater“. Hier ist darüber hinaus besonders Penderecki´s „Te Deum“ hervorzuheben, das sie am Opernhaus in Nizza unter der Leitung des Komponisten aufführte.

In jüngster Vergangenheit war Yaroslava Kozina als „Frederica“ in Verdi´s „Luisa Miller“ am Staatstheater Wiesbaden und auch am Essener Aalto-Theater zu erleben. Dort sang war sie unter der Leitung von Stefan Soltesz „Preziosilla“ in Verdi´s „La Forza del Destino“ und „Giulietta“ in Offenbachs „Les Contes d'Hoffmann“ und war als ständiger Gast auch in weiteren Rollen zu erleben. Sie sang den „Romeo“ in Bellini´s „I Capuleti e i Montecchi“ am Theater Aachen und auch im Staatstheater Mainz, interpretierte die „Santuzza“ in Mascagni´s „Cavalleria Rusticana“ im Bremer Konzerthaus „Die Glocke“.

Am „Teatro de la Maestranza“ in Sevilla sang sie die „Rossweise“ in Wagner´s „Die Walküre“ in der bekannten Inszenierung von „La Fura dels Baus“. Weitere Engagements waren u.a. „Isabella“ in Rossini´s „Italiana in Algeri“ am Theatre Neuchatel/Geneve, „Leonora“in Donizetti´s „ La Favorita“ am Theatre Pavia und die Titelprtie “Carmen” am Theater Dortmund. Im Frühjahr 2015 wird Yaroslava Kozina ihr Debut am Theater La Monnaie in Brüssel geben.

Repertoire

Komponist Oper Rolle
Berg    Wozzeck    Margarethe
Berlioz    La Damnation de Faust    Marguerite
Bizet    Carmen    Carmen   
Donizetti     La Favorita     Leonora (in Vorbereitung)
Dukas    Ariane et Barbe Bleue    Selysette
Gounod    Romeo et Juliette    Romeo
Massenet    Werther    Charlotte
  Don Quichotte Dulcinea
Mussorgsky    Boris Godunow    Marina
  Chowantschina    Marfa (in Vorbereitung)
Offenbach    Les Contes d'Hoffmann Giulietta
Puccini    Gianni Schicchi    Zita
  Suor Angelica    Zia Principessa
Rossini    L'Italiana in Algeri Isabella
Saint-Saens    Samson et Dalila Dalila
Tschaikowsky    Pique Dame Pauline
Ullmann    Kaiser von Atlantis Trommler
Verdi    Nabucco    Fenena
  Rigoletto    Maddalena
  La Forza des Destino Preziosilla
  Un Ballo in Maschera Ulrica
  Don Carlo Eboli (in Vorbereitung)
  Luisa Miller Federica
Wagner    Tristan und Isolde Brangäne
  Parsifal    Kundry (in Vorbereitung)