Uwe Stickert

Uwe Stickert debütierte in der Spielzeit 2013/14 als Raoul in „Les Huguenots“ am Staatsoper Nürnberg sowie als Don Ramiro in „La Centerentola“ an der Oper Erfurt. Beiden Häusern ist er eng verbinden. In Nürnberg sang Uwe Stickert über zwei Spielzeiten den Arnold in „Guillaume Tell“, den Raoul in „Les Huguenots“ sowie die Titelpartie in „La Damnation de Faust“. Am Theater Erfurt, wo er schon den Tamino sang, gab er im November 2014 den Belmonte. In den letzten Spielzeiten war er außerdem als Gast an den Theater Chemnitz, Koblenz, Bern, Budapest (Debut David), etc...

Am Musiktheater im Revier sang er die zentrale Partie in „Voices“ von Henze, am Aalto-Theater Essen den Jupiter in Händels Semele und Don Ottavio, am Nationaltheater Weimar den Arnold in Rossinis „Guillaume Tell“ und Ernesto in Don Pasquale, am Theater Bielfeld den Titus, am Nationaltheater Mannheim den „Dorvil“ in der Oper „La Scala di Seta“.

Der lyrische Tenor Uwe Stickert erhielt bereits mit sieben Jahren Klavier- und Gesangsunterricht, u.a. am Spezialgymnasium für Musik Schloss Belvedere Weimar. Sein Gesangsstudium an der HfM „Franz Liszt“ Weimar bei Prof. Mario Hoff schloss er mit Auszeichnung ab. Erste Stationen seiner Opernlaufbahn waren 1998 u.a. die Komische Oper Berlin, von 2000 bis 2002 war Uwe Stickert an den Städtischen Bühnen Heidelberg engagiert, wo er u.a. als „Mackie Messer“ in der „Dreigroschenoper“ und „Ferrando“' in „Cosi fan tutte“ zu hören war. Von 2002 bis 2007 feierte er als Ensemblemitglied des Deutschen Nationaltheater Weimar große Erfolge in der gefürchteten Belcanto-Partie des „Rodrigo“ in Rossinis „Othello“ ebenso wie als „Belmonte“ in „Die Entführung aus dem Serail“.

Im Konzertfach ersang sich Uwe Stickert einen hervorragenden Ruf als Oratorien- und Liedsänger und gastierte u.a. mit den großen Bach-Passionen in Israel, Italien, China, der Schweiz und Frankreich. Hierbei arbeitete er wiederholt mit namhaften Dirigenten wie Daniel Barenboim, Helmut Rilling, Jac van Steen, Carl St.Clair, George Alexander Albrecht und Christopher Hogwood. Den „Evangelist“ in Bachs Weihnachtsoratorium sang er u.a. in der Alten Oper Frankfurt und Frauenkirche Dresden. Auch war er Solist in Konzerten in der Kölner Phlharmonie wie im Konzerthaus Dortmund.

 

Repertoire

Komponist Oper Rolle
Benatzky Im weißen Rößl Dr. Siedler
Berlioz La Damnation de Faust Berlioz
Donizetti Viva la Mamma G. Antolsoinolonoff
  Don Pasquale    Ernesto
   L’elisir d'amore Nemorino -> in Vorbereitung
Galuppi    Die verkehrte Welt Ferramonte
Henze Voices Tenorsolo
Janacek    Schlaues Füchslein    Schulmeister
Ligeti    Le grand macabre Weißer Minister
Lully Der Bürger als Edelmann Cleonte
Meyerbeer    Les Huguenots    Raoul
Mozart    Don Giovanni    Don Ottavio
  Cosi fan tutte    Ferrando
  Entführung aus dem Serail    Belmonte
  Idomeneo    Arbace
  Zauberflöte    Tamino
  La finta Giardiniera    Belfiore
  La Clemenza di Tito    Titus
Nicolai    Lustige Weiber von Windsor Fenton -> in Vorbereitung
Offenbach    Pariser Leben    Raoul de Gardefeu
Orff Die Kluge Eselmann
Rameau Les indes galantes Tenor
Reimann    Melusine    Architekt
Rossini    Barbiere di Sevilla    Conte Almaviva
  Otello    Rodrigo
  Guillaume Tell    Arnold
  La Scala di Seta  Dorvil
  La Cenerentola    Don Ramiro
Rota    Il capello di paglia Fadinard
Strauss    Salome 1. Jude
Strauß Die Fledermaus Alfred
Ullmann    Der Kaiser von Atlantis Harlekin
Verdi Falstaff Fenton -> in Vorbereitung
Wagner    Die Meistersinger    David
Weill Dreigroschenoper Mackie Messer
  Mahagonny Fatty

 

Presse

"...War auch die erste Hälfte des aktuellen Meyerbeer-Jahres inklusive des Todestages am 2. Mai von verhaltenen Aktivitäten gekennzeichnet, so verdichten sie sich jetzt auf der Zielgeraden. In Nürnberg brachte der baldige Bayreuth-Regisseur Tobias Kratzer in einem Künstleratelier als historistisches, aber auch aktuelles Glaubenskrieg-Tableau sich entfaltende "Hugenotten" heraus und hatte mit dem Tenor Uwe Stickert sogar einen Raoul am Start, der der haarsträubenden Virtuosität der Partie gewachsen war... " [Die Welt, 15.10.2014]