Michael Tews

Michael Tews arbeitet seit dem Beginn der Spielzeit 2013/2014 freischaffend. Er kehrte als Gast für die Partie des Ochs auf Lerchenau in Der Rosenkavalier an das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen zurück und gastierte u.a. am Theater Lübeck.

Michael Tews wurde in Hamburg geboren und besuchte zunächst eine Schauspielschule, bevor er sich 1990 zu einem Gesangstudium bei Prof. Antonis Constantino und Hara Savino an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main entschloss. In dieser Zeit arbeitete Michael Tews auch mit Ks. Manfred Schenk. Noch während des Studiums gastierte er am Staatstheater Darmstadt, dem Staatstheater Mainz, dem Theater Augsburg und an der Berliner Kammeroper.

Nach Beendigung seines Studiums wurde der Bassist an das Landestheater Coburg engagiert. Weitere Stationen seiner Karriere waren das Theater Krefeld Mönchengladbach, das Theater Erfurt, die Wuppertaler Bühnen und das Musiktheater im Revier, wo er bereits in seiner ersten Spielzeit den Theaterpreis der Stadt Gelsenkirchen verliehen bekam.

Sein Repertoire umfasst mittlerweile viele wichtige Partien des Bassfachs, so unter anderem Ochs in Der Rosenkavalier, Daland in Der fliegende Holländer, Leporello in Don Giovanni, Don Alfonso in Così fan tutte, Sarastro in Die Zauberflöte, Rocco in Fidelio, die Titelpartie in Donizettis Don Pasquale, Baculus in Lortzings Der Wildschütz, van Bett in Zar und Zimmermann, Wurm in Verdis Luisa Miller, Großinquisitor in Don Carlo, Banco in Macbeth, Raimondo in Lucia di Lammermoor, Basilio in Il barbiere di Siviglia und Seneca in Monteverdis L'Incoronazione di Poppea.

Aber auch in der zeitgenössischen Musik kann Michael Tews zahlreiche Erfolge vorweisen. In der Uraufführung Waiting for the Barbarians von Philip Glass sang er 2005 die Partie des Mandel unter der Leitung von Dennis Russel Davies und trat 2006 damit auch an der Nederlandse Opera Amsterdam sowie 2008 in der Barbican Hall in London auf. Eine CD dieser Produktion erschien im Mai 2008 bei Orange Mountain Music in New York.

2009 sang er den Usciere in der Uraufführung von Salvatore Sciarrinos La Porta Della Legge an den Wuppertaler Bühnen und am Nationaltheater Mannheim beim Lincoln Center Festival in New York. Im November 2011 sang Michael Tews den Osmin in Mozarts Die Entführung aus dem Serail unter der Leitung von Frans Brüggen unter anderem im Concertgebouw Amsterdam. Im April 2012 gastierte Michael Tews unter der Leitung von Franz Brüggen als Jesus in der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach erneut im Concertgebouw.

Zu seinen wichtigsten Aufgaben im Konzertfach zählen darüber hinaus u.a. Verdis Messa da Requiem, Mozarts Requiem, das Weihnachtsoratorium und die Johannes-Passion von Bach, Dvor(áks Stabat Mater, Händels Der Messias, Strawinskys Oedipus Rex, das Stabat Mater Rossinis und Beethovens IX. Sinfonie.

Jüngste Konzertverpflichtungen führten Michael Tews nach Stavanger (Mozarts Requiem mit dem Stavanger Symphony Orchestra), Luxemburg (zu Aufführungen und CD-Aufnahmen von Jean-Pierre Kemmers Passion selon Saint Jean mit dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg) und zur Radiokammerphilharmonie des Niederländischen Rundfunks, wo der Künstler Kurt Weills Kantate Vom Tod im Wald sang.

Michael Tews arbeitet seit dem Beginn der Spielzeit 2013/2014 freischaffend und kehrte als Gast für die Partie des Ochs auf Lerchenau in Der Rosenkavalier an das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen zurück. Am Theater Lübeck gastierte er als Großinquisitor in Verdis Don Carlo, an der Opéra de Lausanne als Falstaff in Nicolais Die lustigen Weiber von Windsor. Im Oktober und November 2014 wird er als Usciere in Sciarrinos La Porta della Legge am Teatro La Fenice in Venedig zu erleben sein.